Meine Arbeitsweise


"Das Selbst zu sein, das man in Wahrheit ist."

Sören Kierkegaard

Ich bin von der Haltung getragen, dass jedem Menschen  Selbstheilungs- und Wachstumskräfte sowie das fortwährende Streben nach Ganzheit innewohnen.

 

Mein Anspruch ist es, in einem authentischen und respektvollen Miteinander einen Erfahrungs- und Entfaltungsraum zu öffnen, in dem sich diese Kräfte in Ihnen entwickeln können und dürfen. Als Rahmen hierfür setze ich eine Atmosphäre der Sicherheit, geprägt von Vertrauen, Mitgefühl und Akzeptanz.

 

Ich habe großen Respekt und eine grundlegende Wertschätzung für die Einzigartigkeit jedes Menschen und die Kreativität seiner Bewältigungsmuster. Meine Vorstellung von therapeutischer Begleitung ist, Sie in Ihrem momentanen "So-Sein" abzuholen und mit einer zielneutralen, offenen Haltung Ihren individuellen therapeutischen Prozess und Ihr persönliches Wachstum zu begleiten.

 

Zentrale Elemente meiner Arbeitsweise sind Achtsamkeit, experimentelles Vorgehen, Erfahrungs- und Körperorientierung sowie ein individuell-prozesshaftes Vorgehen. Dabei orientiere ich mich an der HAKOMI-Methode, einem tiefenpsychologischen Körperpsychotherapieverfahren.

Außerdem setze ich Elemente aus folgenden Verfahren ein: Verhaltenstherapie, Arbeit mit Imaginationen, Focusing, Entspannungstechniken, Meridian-Klopf-Therapie, Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) und Mindfulness-based Stress Reduction (MBSR)

 

Drei wesentliche Merkmale meiner Arbeitsweise sind Körperpsychotherapie, Achtsamkeit und Traumatherapie.


Körperpsychotherapie

"Was der Geist vergessen hat, das hat der Körper nicht vergessen."

Sigmund Freud


Jede Erfahrung hinterlässt im Körper eine Spur, so dass der Körper ein reichhaltiges Erfahrungswissen besitzt. Über achtsames Wahrnehmen von Körperempfinden, Haltungen und Impulsen kann ein direkter Zugang zu diesem wertvollen Erfahrungsschatz entstehen.

 

So können besonders prägenden Erfahrungen der frühen Kindheit oder aus Belastungssituationen, die der mental-bewussten Ebene des Gedächtnisses nicht zugänglich sind, aufgespürt und heilsam integriert werden. Gleichzeitig werden über den Körper neue positive Erfahrungen gemacht, welche neue Handlungs- und Beziehungsmöglichkeiten erschließen.

 

Ich arbeite mit Ihnen an der Schnittstelle von Körper und Geist, d.h. der Körper und seine Ausdrucksweise wird in den therapeutischen Prozess einbezogen. Dadurch können z.B. Gedanken über die Körperresonanz auf Stimmigkeit überprüft und für Empfindungen können Sinn und Bedeutung gefunden werden. 


Achtsamkeit

"Der Weg zum Tun ist zu sein."

Laotse


Achtsamkeit, die in den östlichen Philosophien und Meditationstechniken eine Jahrtausende alte Tradition hat, ist das wache, nicht-wertende Gewahrsein des gegenwärtigen Moments.  In diesem besonderen Bewusstseinszustand besteht die Möglichkeit, jeden Augenblick in seiner ganzen Fülle wahrzunehmen. Dabei kann sich der Aufmerksamkeitsfokus nach innen wie nach außen richten. Durch die Aktivierung eines inneren Beobachters wird Abstand zum beobachteten Geschehen erreicht (Desidentifikation).

 

Diese besondere Seinsqualität ist Basis für die begleitete Selbsterforschung des Klienten und eröffnet Ihnen neue Wahrnehmungs- und Einsichtsräume.


Traumatherapie

"Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch."

Friedrich Hölderlin


Traumata begegnen uns in vielfältiger Weise. Im engeren Sinne sind dies überwältigende Ereignisse, wie z.B. Mißbrauch oder Naturkatastrophen. Im weiteren Sinne kann jede innere oder äußere Mangelerfahrung, insbesondere in der (früh-)kindklichen Entwicklung, traumatisierend empfunden werden. Beispiele hierfür sind mangelnde emotionale Zuwendung und Vernachlässigung.

 

Die Verarbeitung eines Traumas ist sehr individuell. Es kann eine gelungene Integration dank guter Widerstandskräfte und Bewältigungsmechanismen erfolgen oder es treten traumatische Symptome auf, wie zum Beispiel Dissoziation, Betäubtheit und Gefühle von Gefangensein und Hilflosigkeit.

 

In der Traumatherapie kommt dem Körper eine entscheidene Bedeutung zu. Über ihn sind die nicht erinnerbaren Erfahrungen und die Empfindungsfähigkeit zugänglich. Therapieziel ist die Wiederherstellung von Ganzheit. Bei der prozessorientierten Methode Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) werden neurowissenschaftliche Erkenntnisse genutzt. Durch wechselseitige Stimulation der beiden Gehirnhälften erfolgt eine integrative Verarbeitung belastender Erinnerungen.